Jan 16
Im Zuge meines kleinen Neujahrstrip zur PDC Dart WM nach London stellte sich uns natürlich irgendwann auch nahezu automatisch die Frage, was denn eigentlich mit Fußball ist? Eine Reise nach London und dann kein Stadionbesuch, ihr müsst zugeben das hört sich doch ziemlich seltsam an, oder?
Ein Blick in den Spielplan der Premierleague verhieß jedoch leider nichts Gutes, denn die lustigen Engländer hatten mal wieder eine doch sehr eigene Interpretation eines kompakten Spieltages an den Tag gelegt… Meine Hoffnung war eigentlich, mal wieder am Montag zu den Spurs an die Lane zu gehen. Da war ich verhältnismäßig lange nicht mehr, darauf hätte ich große Lust gehabt. Tja, leider war das Spiel aber nicht am Montag, sondern erst am Dienstag angesetzt, fiel somit also direkt mal aus. Weiterschauen. Die Queens Park Rangers hatten auch ein Heimspiel und da ich die Loftus Road gut finde, wäre das wohl meine Wahl geworden. Nachdem es auch keine interessanten Zweitligaspiele im Raum London gab und sonst nur noch Fulham – Arsenal übrig blieb, hatte ich mich mit QPR also auch schon einigermaßen angefreundet. Volker wies mich dann aber dankenswerterweise darauf hin, dass wir noch nie bei einem Premierleaguespiel im Craven Cottage waren und es sozusagen schon aus Gründen der Vervollständigung Londoner Premierleague Spielstätten unsere Pflicht wäre, zum FC Fulham zu gehen!
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Jan 08
Bevor es endgültig zu spät dafür ist: Happy new year! Wie es die Feiertage am Ende des Jahres immer so mit sich bringen, ruht in der Zeit ja der Fußball in Deutschland. Ich hab das noch nie verstanden und werde es auch nicht begreifen: Warum spielen die ganzen europäischen Topligen weiter und bei uns werden zwar alle Bundesligisten dazu verpflichtet eine Rasenheizung im Stadion zu haben, aber in der Zeit wo man sie dann mal schön benutzen könnte macht der Fußball Pause. Ist das nicht irgendwie leicht widersinnig…? – Anders betrachtet wäre ich dann wohl aber absolut niemals auf die Suche nach anderen interessanten Sportarten gegangen und dadurch ja letztendlich auch beim Dart gelandet!
Da bin ich ja direkt beim Thema, denn vor allem darüber wollte ich ja auch erzählen! Wie in jedem Jahr hat die PDC, die Professional Darts Corporation auch dieses Mal wieder ihre Weltmeisterschaft 2012 Ende Dezember ausgetragen. Das ganze findet immer in London und dort im alt-ehrwürdigen Alexandra Palace, im sogenannten Ally Pally statt. Nach einigen Jahren des interessierten Beobachten am Fernseher war ich ja letztes Jahr mit Volker und Daggi erstmals live beim Turnier vor Ort. Das war ein wirklich großer Spaß und da wir es ja beim letzten Turnier auf geradezu tragische Weise verpasst haben, den besten Dartsspieler aller Zeiten live zu sehen (Phil Taylor ist im Viertelfinale rausgeflogen), haben wir im Sommer beschlossen einen neuen Anlauf zu nehmen und ihn dann halt dieses Jahr anzufeuern…
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Dec 03
Eigentlich mache ich keine Freundschaftsspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft mehr. Zumindestens keine Heimspiele mehr und dafür gibt es Gründe. Gute. Zahlreiche. Wiederkehrende. Anders formuliert: Wenn es bei uns in einem Spiel um nichts geht, dann sind die Herren Stars entweder a) schon vor der Partie spontan verletzt oder b) leider nur in der im Dressurreiten üblichen Gangart Schritt oder maximal Trab unterwegs. Gebraucht hätten wir aber Galopp und am besten noch viel davon.
Gerade die Freundschaftsspiele im November waren in der Hinsicht in den letzten Jahren noch von einer ganz eigenen unterirdischen Qualität. – Und wer jetzt behauptet Deutschland v Holland sei aber ja ein Klassiker, der hat zwar grundsätzlich Recht, aber die Ableitung daraus, dass es bei einem Klassiker Schritt und Trab nicht geben kann, ist leider falsch. Das habe ich auch mal gedacht und dann war ich vor 2 Jahren in Berlin beim Spiel gegen England…
Da hat unsere Mannschaft mit diesem Irrglauben aber mal radikal aufgeräumt!
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Nov 25
Bedauerlicherweise leidet unter meinem Handbruch und dem damit verbundenen munteren Galopp durch die doch sehr vielschichtige Welt der Gipsverbände auch die Tätigkeit als Schreiber ein bisschen. Ärgerlich, aber letztendlich nicht zu ändern. Das wird mich jetzt wohl noch gut 4 Wochen beschäftigen, aber es muss ja irgendwie hier auch weitergehen.
Ich durfte diese Woche feststellen, dass deutsche Ärzte jedenfalls latent irritiert schauen, wenn man sie fragt, ob man nicht einen schwarzen Gips bekommen könnte… Nun gut. Zum Ende meiner Rugby World Cup Berichte aus Neuseeland wollte ich noch abschließend eine kleine Geschichte vom letzten Tag der Reise erzählen.
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Nov 09
23 Oktober 2011, Eden Park in Auckland: the grand final! New Zealand gegen die Franzosen! Nach dem grandiosen Halbfinalsieg gegen Australien stand ganz Neuseeland vor Freude und Erwartung Kopf. Und als ob es nicht schon aufregend genug wäre, habe ich dann auch noch mein persönliches Spannungselement dazu beigetragen: Ich habe mir nämlich bei einem Hike die Mittelhand gebrochen. Ich hielt es offensichtlich für ein gute Idee, mich mal so richtig schwungvoll von einer Treppe in Richtung Klippen zu stürzen. Schön blöd, aber insgesamt hatte ich ziemliches Glück und habe daher auch nur kurz mit dem Schicksal gehadert. Es versteht sich von selbst, dass ich vom Nachmachen abraten muss, denn zum einen stelle ich gerade fest, wie unterbewertet zwei Hände doch so sind bzw. wie langsam und umständlich man mit nur noch einer von zweien wird und zum anderen kann einem so eine Geschichte ja auch richtig ernsthafte Sorgen bereiten: Ich hätte zum Beispiel das Finale mit den All Blacks verpassen können! Für einen Hike!!!!! Das muss man sich mal vorstellen!
Da habe ich im Nachgang doch sehr mit mir selbst geschimpft, denn das wäre ja wohl der absolute Supergau gewesen!
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Oct 31
What a game of Rugby!
Eigentlich erzähle ich hier ja immer verhältnismäßig wenig über die Spiele selbst. Die meisten Geschichten drehen sich eher ums drumherum, um die Atmosphäre, einfach um das Erlebnis. Das ist durchaus bewusst so, denn Spielreportagen gibt es ja auch bereits auf den großen, offiziellen Sportseiten. – gut, wobei ich schon sagen muss, als ich den Vorbericht zum Rugby World Cup auf sport1 gelesen habe… Da bin ich schon zugegebenermaßen etwas blass geworden. Ich finde, wenn man sich selbst als sportjournalist bezeichnet, dann sollte man wenigstens ein Mindestmaß an Ahnung vom jeweiligen Sport haben, oder es einfach besser lassen. Der Vorbericht war jedenfalls so inkompetent schlecht, da muss jedem, der Rugby auch nur etwas verfolgt echt das Bier schal geworden sein.
Anyway, heute ändere ich das jedenfalls mal zur Abwechslung ein bisschen und werde primär nur über Rugby erzählen.
Vermutlich ist das für den einen oder anderen Anhänger des runden Balles eher langweilig, aber am besten ihr genießt die Auszeit in der ich euch nicht mit medium gebratenem Fußball-Happen auf den Keks gehe. Kommt so schnell nämlich nicht wieder!
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Oct 18
2 Viertelfinals entschieden, 2 noch vor uns. Es ist Sonntag in the land of the long white cloud und die südliche Hemisphäre spielt ihre beiden Halbfinalteilnehmer aus. Australien gegen Südafrika in Wellington und die All Blacks gegen Argentinien in Auckland. Das sind mal 2 Rugbyspiele, wie man es sich als Fan besser eigentlich nicht wünschen kann.
Eigentlich war das so auch nicht zu erwarten, denn die Australier sind doch eher überraschend durch die unerwartete Niederlage gegen die tapferen Iren in diesem Paarkreuz gelandet und hätten sich sicher auch was besseres vorstellen können, als ein Viertelfinale gegen die Springboks. Das ist immerhin eine Partie zwischen der Nummer 2 und der Nummer 3 in der Welt.
Ich habe natürlich das Spiel der All Blacks auf dem Livesportplan gehabt, aber mich gleichzeitig auch auf die Übertragung des anderen, früheren Viertelfinals gefreut. Da war ein absolut brutales Rugbyspiel zu erwarten, denn die Boks sind vermutlich das physischte Team in der Welt. Ein bisschen wie eine Horde Elefantenbullen, wenn sie wütend sind.
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Oct 15
Kia Ora! Nachdem ich jetzt fast 2 Wochen kein Spiel live gesehen habe, dafür aber ausgiebig mit Rumreisen durch die wunderschöne Südinsel Neuseelands beschäftigt war, wurde es mal wieder Zeit für einen kleinen Stadionbesuch!
Die Vorrunde ist vorbei, jetzt wird es langsam richtig ernst. Mit den Quarterfinals beginnt die Ausscheidungsrunde des Rugby World Cups 2011, oder wie der Kiwi (nicht der Vogel, nicht die Frucht, der Einheimische in diesem Fall!) sagen würde: “Round Robin is over, now we get to the business end of the tournament!” Das ist tatsächlich nicht nur so dahin gesagt, es entspricht den Tatsachen. Die besten 8 Teams kommen weiter und das sind im Normalfall auch die besten 8 Mannschaften der Welt, was im Umkehrschluss nichts anderes bedeutet, als 4 knallharte Viertelfinals auf Augenhöhe. Wer gewinnt ist weiter, wer verliert kann nach Hause fliegen und auf einem langen Rückflug darüber nachdenken, was schief gelaufen ist.
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Oct 07
Teil 2 meines kleinen Rugby World Cup 2011 Doubleheaders im Eden Park zu Auckland: das Duell zweier pazifischer Inselstaaten: Manu Samoa gegen Fiji!
Jetzt könnte man ja so ein bisschen irritiert die Augenbrauen nach oben ziehen und sich fragen, warum diese kleinen Nationen beim Turnier überhaupt teilnehmen? Tatsachlich ist es aber so, dass die pacific islanders eine lange und große Tradition im Rugby haben. Den Engländern und dem Commonwealth sei Dank. Auch Tonga ist ja beim World Cup vertreten.
Man kann sich da auch schnell zu falschen Annahmen verleiten lassen, denn zum Beispiel Samoa hat eine absolute Topmannschaft. Ich würde sie als ein Top 8 Team weltweit bezeichnen. Das Spiel hatte jetzt zudem aus vielen, über das Turnier hinausgehenden, Gründen eine recht große Bedeutung. Sowohl für die beiden Mannschaften, als auch für deren Fans und die Nationen selbst. Dazu muss man wissen, dass Neuseeland eine sehr enge Verbindung zu den Inselstaaten hat und grundsätzlich so ein bisschen der Hub der pacific islanders ist. Auckland ist zum Beispiel auch die größte polynesische Stadt der Welt und die Samoans stellen da die mit Abstand größte Gruppe.
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Sep 25
Back in New Zealand!
Nach einer 2 tägigen Anreise mit kurzem Zwischenstopp in Shanghai, bin ich gestern morgen endlich in Auckland gelandet. Neuseeland ist nicht nur ein grandioses Reiseland, es ist auch rein zufällig der Ort, wo dieses Jahr der Rugby World Cup stattfindet. Es ist natürlich rein mal gar kein Zufall, dass ich jetzt genau in dieser Zeit hier bin, aber umgekehrt würde ich auch jederzeit ohne Rugby nach Neuseeland reisen. Jederzeit!
Heike und ich waren 2005 auf einem längeren Trip unter anderem auch gut 2 Monate in Neuseeland und habe mich dabei in das Land und die Menschen schwer verliebt. Wenn es nicht so wahnsinnig weit weg wäre, würde ich häufiger hier sein, das steht auch fest.
2005 war zudem spannenderweise das Jahr, in dem Neuseeland die Ausrichtung des Cups zugesprochen bekommen hat. Ich war genau an dem Tag mit Heike in Auckland und wir haben im Prinzip damals direkt den Plan gefasst, spätestens zum World Cup wieder hier zu sein. Das war also eher ein recht langfristig angelegter Plan. 
Ich liebe Rugby aus vielen Gründen, aber vor allem durch die Interpretation des Spiels in Neuseeland: Offensives Angriffsrugby und gleichzeitig defensiv aggressiv.
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Sep 18
Zum Auftakt einer sportlich hochinteressanten Woche und in freudiger Erwartung meines Neuseeland-Trips zum Rugby World Cup, war ich noch mal am Millerntor zum Spiel gegen 1860 München. Die Mietnomaden… äh…Löwen sind in der Stadt, sperrt besser die ganzen Banken ab. Die sind im Prinzip ja immer auf der Suche nach ein paar Euro, aber 1860 spielt bisher auch eine durchaus ansehnliche Zweitligasaison. Es trafen da am Sonntag also der 5. gegen den 2. der zweiten Fußballbundesliga aufeinander, ein echtes Spitzenspiel! Damit war ehrlich gesagt noch nicht zu rechnen, als ich mich um die Tickets gekümmert habe, aber Bernd und ich fanden das natürlich eine hervorragende Ausgangslage.
Zumal der FC St. Pauli in den letzten Heimspielen echt richtig Spaß gemacht hat! Gegen Aachen war es schon klasse und der Last-Minute Erfolg gegen Duisburg wurde von den Zuschauern ja schon wie nen Championsleague Sieg abgefeiert! Über das Spiel hätte ich auch was schreiben sollen, wie mir gerade auffällt. Na egal, es kommen ja noch weitere Highlights.
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Aug 22
So langsam gehts jetzt wieder los!
Faszinierend, wie lange so eine Sommerpause sich doch strecken kann, wenn außer der Uschi-WM kein großes Turnier gespielt wird. Das waren doch ein paar lange Monate, wie ich finde. Interessanterweise ist das wohl aber eine Frage der Perspektive, denn um meine Uschi da mal zu zitieren: “Wie?? Das geht jetzt schon wieder los???”
Ich habe jedenfalls richtig Bock auf Fußball und Stadionbesuche und da bot sich das erste echte Heimspiel des FC St. Pauli doch ganz wunderbar als Startschuss in die Saison an.
Erstes echtes Heimspiel deshalb, weil St. Pauli ja nach der Becherwurfgeschichte in der letzten Saison eine Platzsperre erhalten hatte und das laut Spielplan erste Heimspiel der Saison somit nicht am Millerntor, sondern in Lübeck stattfinden musste. Spieltag 3 ging es also auch am Millerntor so richtig los. Der Gegner: Alemannia Aachen! Das ganze dann noch schön auf einen Freitag Abend, welch optimale Konstellation! Ich liebe diese Freitagabend-Spiele echt sehr, weil sie einfach den optimalen Auftakt ins Wochenende darstellen und man zudem glücklicherweise dann auch noch zwei Tage zur Verfügung hat, um sich von diesen Spielen wieder zu erholen.
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Jul 03
Ja, tatsächlich Frauenfußball!
Seit letzter Woche läuft die FIFA Uschi-WM 2011 bei uns im Land und ich hielt es für einen total tollen Plan dem Eröffnungsspiel in Berlin live beizuwohnen. Meine Erinnerungen an das Eröffnungsspiel der WM 2006 sind so ausgesprochen gut, dass ich mir den Auftakt nicht entgehen lassen wollte. Nun ist Frauenfußball für viele Freunde des Männerfußballs eher ein schwieriges Thema, aber da ich versuche neuen Dingen möglichst offen gegenüber zu stehen (ich war noch nie bei einem Spiel der Frauen), fand ich die Idee dennoch ausgesprochen charmant. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir ja nun auch wirklich schon unglaublichen Quatsch und Fußball auf unterstem Niveau live angesehen habe! Es konnte in dem Sinne eigentlich auch nicht ganz schlecht werden. Unterm Strich ist es zudem immer noch eine WM in Deutschland, in meiner Lieblingssportart. – Und wenn man gar nicht mehr weiter weiß, kann man in so einem Turnier immer noch gegen die Engländer mit ihren lustigen Torleuten sein.
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Jun 18
Vienna calling, die Reise geht nach Wien! Zum Qualifikationsspiel für die EURO 2012 zwischen Österreich und Deutschland. Nun ist das Spiel gegen die Ösis im Kampf um die direkte Qualifikation mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das wichtigste gewesen und die Österreicher sind auch mit Sicherheit nicht der stärkste Gegner in der Gruppe, aber in der Partie steckt halt schon eine gewaltige Rivalität. Die Ösis hängen sich gegen Deutschland immer rein und wir tun uns da meistens schwer. Zudem halte ich Wien für eine der schöneren Städte in Europa. Das versprach also ein lustiger Trip zu werden!
Die erste Frage, die sich dem interessierten, deutschen Fußballfan dabei stellt ist: …und wer war eigentlich dieser Cordoba?
Ich bin absolut immer wieder aufs Neue fasziniert, wie sehr sich die Ösis an ein Spiel klammern können, das einerseits bereits 33 Jahre her ist und in dem es andererseits für sie sowieso nur noch um die Ehre ging. Echt unglaublich, das hauen die einem immer noch bei jeder Gelegenheit um die Ohren. Unterm Strich hat man aber vermutlich als Österreicher im Fußball wohl nicht sehr viel mehr Erfolgserlebnisse, an denen man sich festhalten könnte. Sei es drum. Wer zuletzt lacht, lacht ja aber erfahrungsgemäß am besten und das sollte auch dieses Mal wieder so sein.
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May 01
Eigentlich hatte ich ja den festen Vorsatz gefasst in dieser Saison nur noch zu zwei Spielen zu gehen, wovon HSV – Dortmund vor ca. 3 Wochen das letzte gewesen wäre. Natürlich hab ich das mal wieder nicht durchgehalten und war in der Zwischenzeit noch bei Pauli und 2x beim HSV, unter anderem auch gestern beim Spiel gegen den FC Freiburg. Immerhin hab ich mich von Freunden nicht in die Trips zur Copa del Rey oder den Championsleague Clasicos reinquatschen lassen. Da war ich schon extrem gefährdet eine kurzfristige Spinnerei an den Start zu bringen, muss ich gestehen. Hab ich aber nicht gemacht, was ich mal unter totaler Körperbeherrschung verbuchen würde.
Zurück zum Sportverein aus Hamburg. Nachdem beim HSV in der Folge des Trainerwechsels von Veh zu Oenning eine latente Aufwärtstendenz gegen Dortmund zu erkennen war – Sie haben Einsatz gezeigt, gekämpft und sich endlich mal gegen einen starken Gegner über 90 Minuten gewehrt (und nein, das ist nicht selbstverständlich!!) – hatte das gegen Hannover letzte Woche schon wieder etwas nachgelassen. Das Unentschiedens gegen 96 hat dann auch die letzte Luft aus den Europapokalträumen des HSV gelassen, was natürlich für alle Beteiligten einerseits ziemlich enttäuschend war, andererseits aber leider auch als eine logische Fortsetzung der Chaossaison des HSV gewertet werden muss. Somit bin ich gestern mit gemischten Gefühlen ins Stadion gegangen. Ich habe einen wenig spektakulären HSV Sieg erwartet, in einem Spiel in dem es für beide Teams eigentlich um wenig geht.
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